06.11.2015

Im Erdgeschoss ein italienisches Restaurant zu haben kann Fluch und Segen zur selben Zeit bedeuten. Segen, weil es im Treppenhaus immer so fantastisch nach italienischer Küche duftet. Fluch, weil es im Treppenhaus immer so fantastisch nach italienischer Küche duftet wenn ich hungrig nach Hause komme. Den ersten Tagen noch der Verführung erlegen die gesparte Miete in „1 Jahr Pizza und Pasta“ zu investieren, wurde es Zeit sich einem meiner versteckten Talente zu widmen: dem Kochen.

Ganz um die lieben italienischen Nachbarn bin ich allerdings nicht gekommen. Bei all den Zutaten die man besorgt hat, fehlte natürlich ganz einfaches Salz – etwas, von dem man bei Mama im Haushalt sowieso immer was da hatte, also auch nie kaufen musste. Damit das Ganze aber eine runde Sache wird und schmeckt, wurde Despina mit Charme und Melone entsandt um im Restaurant nach Salz zu bitten. Mit ihrer „bedürftigen Griechin“-Masche konnte sie erfolgreich ein Tellerchen voll weißes Gold ergattern. Das Abendessen war gerettet, ironischer Weiße aber auch etwas versalzen.

Das Fehlen von Salz im Speisekammerl hat mich zum Grübeln gebracht, da mir das Brauchtum vom Verschenken von Brot und Salz zur Einweihung durchaus ein Begriff ist. Also wo bleiben die Leute um mir mit Präsenten überhäuft die Tür einzutreten? Um meinen Brotkonsum gerecht werden zu können und um die Salzreserven aufzustocken, musste also ein Anlass her der die Leute dazu veranlasst mich zu beschenk- ich meine, mich zu besuchen.

Das schrie ja richtig nach der lang ersehnten Einweihungsparty!

Der Zeitpunkt war gut gewählt, es sollte der nationale FEIERtag sein. Einige meiner Kommilitonen kommen tiefenentspannt aus dem Urlaub Schrägstrich Winterschlaf im Sommer nach Landshut zum Semesterstart. Das muss ja auch studententypisch zelebriert werden. Der ein oder andere konnte einen freien Samstag genießen um diesen bei mir angemessen eskalierend ausklingen zu lassen. Wieder andere mussten am Sonntag arbeiten … Tja, vermutlich wurde aus diesen Plänen nichts mehr :-)

Mithilfe von Marcel und Despina und ihren Gästen konnte man ordentlich Leben in die Wohnung bringen und austesten was die Wohnfläche an Kapazität so hergibt. Ausnahmsweise stapelten sich nicht nur meine Schuhe im Türbereich, - ein öfter zu beobachtendes Phänomen wegen einem meiner Lebensziele: Chucks in allen Farben des Regenbogens zu besitzen – sondern die unserer zahlreichen Besucher. Zum Glück habe ich unsere lieben Nachbarn vorgewarnt. Mit besten Wünschen für die Party und zwei Flaschen Sekt wurden die Feierlichkeiten gewährt. Herzlichsten Dank Burcu!

Hotspots waren die Couch, das als Bar ge- und missbrauchte Bad, Despinas Bett auf dem sich ihre Mädels wie die Hühner auf der Stange sammelten und der flauschige Teppich in meinem Zimmer. Salz gab es zwar keines als Geschenk, aber dafür umso mehr Brot – zumindest flüssiges ;-) Als bayerisches Unternehmen ist es den lieben Leuten von Biller natürlich eine Herzensangelegenheit das „vollmöbliert“ auch einen vollen Vorrat an Bier beinhaltet. Danke! Einen stylischen und farblich passenden Flaschenöffner gab‘s oben drauf. Danke liebes myStyle-Team! Und weil‘s ohne Knabberzeugs und Ballons nur halb so schön ist, waren die auch noch dabei. Nochmals Danke! Ich weiß gar nicht wem ich sonst noch Danke sagen soll …

Oh ja doch, da war noch was. Ganz besonders möchte ich mich bei allen bedanken, die diesen Abend so unvergesslich für mich gemacht haben: Ob es nun meine oder Marcels oder Despinas Freunde waren … Ihr seid voll erste Sahne! <3 Für mich war es so total crazy und echt verrückt mal was in diesem Ausmaß in eigenen Räumlichkeiten auszurichten. Aber die schönste Wohnung bringt nichts, wenn man sie nicht mit dem Lachen und der guten Laune füllt die ihr mitgebracht habt. Wenn ich nicht so ein fauler Sack wäre was das putzen danach angehen würde, könntet ihr ruhig öfter vorbeischauen. Ich bedanke mich von ganzem Herzen und freue mich euch zu meinem Geburtstag wieder begrüßen zu dürfen … vielleicht putze ich bis dahin auch diesen einen Fleck von dem umgeschmissenen Radler hinter meinem Nachtkästchen weg ;-) – Scherz!


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